Riesa, Sachsen
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Kooperative Leerstand - Projekt für ein aktives Leerstandsmanagement: Anmietung, Initiierung neuer Nutzungen, Evaluation und Begleitung ('Mietsyndikat')
Das Bundesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ wurde im Sanierungsgebiet LZP „Lebendige Zentren“ in der Innenstadt Riesa umgesetzt. Das Fördergebiet umfasste eine 1,5 km lange Fußgängerzone, welche durchgehend von circa 240 Ladengeschäften gesäumt war. Aufgrund der allgemeinen Herausforderungen für den innerstädtischen Einzelhandel durch Online-Handel, Pandemie und Sanierungsbedarf wies die Fußgängerzone einen Leerstand von 25 Prozent auf. Der Wohnungsleerstand betrug 12 Prozent. Die Gründe für den Leerstand waren neben den allgemeinen strukturellen Gründen in Riesa außerdem in einem Faktorennetz aus Immobiliensubstanz, fehlenden Cash-Flow-Betrachtungen, fehlenden verkehrstechnischen Zuwegungen sowie komplexen Eigentümerverhältnissen zu suchen.
Mit der „Kooperative Leerstand“ sollte in Abgrenzung und Ergänzung zum bestehenden Städtebauprogramm „Lebendige Stadtzentren“ (SOP/LZP) das Experimentierfeld eröffnet werden, Alternativen für eine nachhaltige Zwischennutzung durch die Anmietung leerstehender Räumlichkeiten zu entwickeln und zu erproben. Am Ende der Projektlaufzeit soll te aufgrund der Erfahrungen eine auf Dauer angelegte Organisationseinheit für die eigenverantwortliche und koordinierte Zusammenarbeit von Immobilieneigentümern, örtlicher Wirtschaft, Verwaltung und Bürgerinnen und Bürgern entstehen. Die Entwicklung und Erprobung dieser Organisationseinheit wurde mit den Mittel des Bundesprogramms finanziert. (Stand: Sommer 2025)
| Fördergegenstände | |
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| Konzepte: | |
| Studien: | ✓ |
| Kooperation: | ✓ |
| Verfügungsfonds: | |
| Anmietung: | ✓ |
| Zwischenerwerb: | |
| Öffentlichkeitsarbeit: | ✓ |
| Baulich-investiv: | ✓ |